Noten lesen lernen mit App für Android, am E-Piano, ohne Abo
Für das Notenlesen am E-Piano suchst du eine App, die dein Spiel per MIDI liest, über USB-Kabel oder Bluetooth, Taste für Taste. Achte außerdem darauf, ob sie beide Hände im Klaviersystem prüft, ob sie ein Abo verlangt und ob sie ohne Internet läuft. Auf Android gibt es große Lern-Apps mit Songs und Abo und kleine Trainer nur fürs Lesen; welche passt, hängt davon ab, ob du Stücke lernen oder das Lesen selbst üben willst.
Offen gesagt: Ich habe Stavewise entwickelt, eine App zum Notenlesen am E-Piano. Die Kriterien hier gelten für jede App; Stavewise kommt erst am Ende.
MIDI: die App liest jede Taste
Ein E-Piano kann einer App per MIDI melden, welche Taste du wann drückst. Android kann das seit Android 6.0, über USB und über Bluetooth LE. Viele Apps hören stattdessen über das Mikrofon zu; das geht auch am akustischen Klavier. Am E-Piano übe ich mit MIDI, weil die App dann jede Taste direkt gemeldet bekommt, statt sie aus dem Klang herauszuhören.
Schau dabei auf beide Wege: Nicht jede App kann auf Android Bluetooth-MIDI. Simply Piano etwa nennt Bluetooth-MIDI in seiner Hilfe nur für iPhone und iPad. Hat dein Piano kein Bluetooth, brauchst du ohnehin ein Kabel.
Beide Hände im Klaviersystem
Klaviernoten stehen in zwei Systemen, oben meist im Violin-, unten im Bassschlüssel. Der Notentrainer, den ich vorher benutzt habe, zeigte eine Note nach der anderen in einem Schlüssel. Das hilft am Anfang; am Klavier liest du aber beide Systeme zugleich, und oft stehen zwei Noten übereinander.
Achte deshalb darauf, ob die App beide Systeme zusammen zeigt und prüft, ob beide Tasten gedrückt sind. In den Store-Einträgen heißt das meist „both hands“ oder „two-hand“.
Abo oder Einmalkauf
Die großen Lern-Apps verkaufen den vollen Umfang als Abo, teils mit einer Testwoche. Daneben gibt es Apps, die du einmal kaufst, und kostenlose. Fürs Lesen selbst brauchst du keine Song-Bibliothek, sondern viele neue, kurze Übungen. Probier die kostenlose Stufe aus, bevor du dich festlegst.
Der Hinweis „In-App-Käufe“ im Play Store sagt nicht, ob es ein Abo ist. Das steht in der Beschreibung der App.
Offline und ohne Konto
Für fünf Minuten am Klavier ist es angenehm, wenn eine App ohne Anmeldung und ohne Internet startet. Ob sie ein Konto braucht oder Daten in die Cloud schickt, steht nicht in jedem Store-Eintrag; im Zweifel hilft die Datenschutzerklärung, oder du startest die App einmal im Flugmodus.
Apps, die du dir ansehen kannst
Stand der Play-Einträge: 29. Oktober 2026. Die Angaben stammen aus den Beschreibungen in Google Play und den Hilfeseiten der Anbieter, nicht aus eigenen Tests.
Lern-Apps mit Songs und Kursen:
- Simply Piano: hört über das Mikrofon oder per MIDI zu und führt vom Notenlesen bis zum Spiel mit beiden Händen; den vollen Umfang gibt es im Abo.
- flowkey: Songs und Kurse, auch zum Notenlesen; der Wartemodus folgt dir über das Mikrofon oder per Bluetooth und MIDI, jede Hand lässt sich einzeln üben; Abo. Für Bluetooth-MIDI unter Android braucht flowkey laut Hilfe teils die Standort-Berechtigung.
- Skoove: Lektionen und Songs mit Notenlesen; E-Pianos über USB-MIDI, Bluetooth-MIDI oder das Mikrofon; Premium im Abo.
- Synthesia: Songs als Notenblatt oder als fallende Blöcke, jede Hand einzeln oder beide, mit E-Piano; die Vollversion kaufst du einmal, kein Abo. Das letzte Update im Play Store ist vom Februar 2025.
Trainer nur fürs Notenlesen:
- Complete Music Reading Trainer: Übungen zu allen sieben Schlüsseln, Eingabe auch per MIDI oder Mikrofon; das erste Kapitel je Schlüssel ist frei, die Vollversion ein einmaliger Kauf. Beide Hände oder Akkorde nennt der Eintrag nicht.
- Piano Trainer: Sight-Reading: erzeugt immer neue Übungen und prüft Akkorde und beide Hände zusammen; braucht ein MIDI-Keyboard am USB-Kabel und hört nicht über das Mikrofon; laut Eintrag ohne Konto, Werbung und Abo. Bluetooth-MIDI nennt der Eintrag nicht.
- Note Sight: Notenlesen und Gehörbildung, mit einem Modus für beide Hände und Akkorden; Eingabe per MIDI, Mikrofon oder Bildschirm-Tastatur; der Play-Eintrag nennt keine In-App-Käufe.
Und Stavewise?
Stavewise ist ein Trainer fürs Notenlesen: Die App zeigt kurze Melodien im Klaviersystem, du spielst sie mit beiden Händen am E-Piano, und sie prüft jede Taste per USB- oder Bluetooth-MIDI; das Piano koppelt sie selbst. Sie läuft offline und ohne Konto, auf Android ab Version 12. Zum Preis: Level 1 bis 9 frei, die Vollversion kaufst du einmal in Google Play, kein Abo.
Was sie nicht kann: Sie hört nicht über das Mikrofon, ein akustisches Klavier geht also nicht. Es gibt keine Songs und keine Fassung für das iPhone, und gerade läuft noch der Beta-Test. Das Bild zeigt eine Übung im Level „Beide Hände“.

Fragen
Gibt es eine Notenlese-App für Android ohne Abo?
Ja. Von den Apps oben verkaufen Synthesia und Complete Music Reading Trainer die Vollversion einmal, Piano Trainer: Sight-Reading kommt laut Eintrag ohne Abo aus, und Note Sight nennt im Play-Eintrag keine In-App-Käufe (Stand 29. Oktober 2026).
Reicht das Mikrofon statt MIDI?
Am akustischen Klavier ist das Mikrofon der einzige Weg, und viele Apps können das. Am E-Piano nehme ich MIDI, weil die App dann jede Taste direkt gemeldet bekommt.
Song-App oder Trainer fürs Notenlesen?
Willst du bestimmte Stücke spielen, liegt eine Song-App nahe. Hakt es wie bei mir am Lesen selbst, übe ich das lieber getrennt von Stücken: Ein Stück, das ich schon kenne, spiele ich teils aus dem Gedächtnis, das Lesen übe ich damit kaum.
Noten lesen lernen, indem du sie spielst
Stavewise trainiert Notenlesen an deinem E-Piano: Melodien mit beiden Händen, für Android, per USB oder Bluetooth-MIDI. Gerade läuft der Beta-Test.
Mehr über die App: Stavewise →
